Archiv des Autors: fredy

30 Studenten entwerfen Schieferarchitektur

An der Fachhochschule Mainz haben 30 Architekturstudenten Diplomarbeiten zum Thema Schiefer erarbeitet. Entwurfsaufgabe war es, ein fiktives Veranstaltungszentrum für die Firma Rathscheck auf deren Grundstück in Mayen bei Koblenz, zu entwickeln.

Unter Tage wird dort der Schiefer in einer Tiefe von bis zu 340 Metern abgebaut. Über Tage werden die Blöcke gesägt, gespalten und die Platten zugeschnitten. Zum Einsatz sollte selbstverständlich Schiefer kommen, dabei hatten die Studenten jedoch freie Hand hinsichtlich neuer Anwendungsmöglichkeiten. Die Entwürfe wurden von Prof. Jürgen Braun betreut.

Entstanden sind sehr unterschiedliche Projekte, die eindrücklich die Bandbreite des Materials widerspiegeln. Wichtigstes Element des Raumprogramms war ein großer Saal für Veranstaltungen mit angeschlossenem kleinem Museum.

weiterlesen bei Baunetzwissen

Mineralogischer Aufbau des Dachschiefers

Der mineralogische Aufbau bedingt die Lebensdauer des Dachschiefers. Bilden witterungsbeständige Glimmerlagen dichte Netze, können schädigende Stoffe wie Kohlensäure und schwefelige Säure aus dem Regenwasser oder aus der Luft nicht eindringen. Ein Mineral das rasch verfällt ist der Feldspat.

Die Schutzwirkung der Glimmerschichten kann durch kohlige Verunreinigungen gemindert werden. Schadstoffeinlagerungen und gestörte Glimmerlagerung lassen das Dach verwittern;

Man erkennt, Farbänderungen, Moose, Ausblättern des Schiefergefüges.

Kohlensaurer Kalk

Im Regenwasser ist Kohlensäure enthalten. Der kohlensaure Kalk verbindet sich mit der Kohlensäure zu doppelkohlensaurem Kalk oder auch zu Gips mit im Regen enthaltener schwefeliger Säure.
Die Verbindungen sind leicht löslich und waschen sich wieder aus.  Sie hinterlassen aber helle Flecken und Streifen, und sie bewirken bei Frost ein Abblättern des Dachschiefers.

Geschichte der gebrannten Tonziegel

Bereits zur Zeit der Sumerer im Zweistromland (Euphrat und Tigris), dem heutigen Irak, wurden Ziegel gebrannt. Sie fanden später ebenfalls Verwendung bei den Ägyptern und in der hellenistischen Kultur. Durch die Römer gelangte der Tonziegel auch nach Nordeuropa, wo ab dem 15. Jh. in der Renaissance auch in Deutschland Dächer mit Ziegeln gedeckt wurden.

Mit dem Dach wurde auch der Beruf des Dachdeckers unverzichtbar. Dächer wurden nun mit Balken gebaut, und das moderne Dach entwickelte sich über Rofendach, Pfettendach und Sparrendach bis zu den heutigen Dachformen. Im 19. Jh. wurden weitere Materialien erfunden und geprüft, und erstmals setzte man Fugen für den Wasserablauf ein. Schweißbahnen wurden im 20. Jh. entwickelt.

Wir dürfen nun gespannt sein, was nach dem Solardach noch alles kommt, und wie sich das Dachdeckerhandwerk durch die Anforderungen an Energiesparen mit anderen Handwerksberufen verbindet.

Römisches Dach

Während die Griechen für große Gebäude noch Säulen einsetzten um das notwendig große, flache Dach zu halten, perfektionierten die Römer diese Technik.

Sie leiteten die Dachlast des nunmehr gewölbten Daches durch eine Krümmung auf die Wände. Diese Technik perfektionierten sie so weit, dass später eine Kuppel gebaut werden konnte (Pantheon in Rom). Der Tempel war 1500 Jahre lang das Gebäude mit dem größten Innenraum der Welt.

Kohlenstoff im Dachschiefer

Wenn er in großen Mengen auftritt, gilt Kohlenstoff als schädlicher Bestandteil. Tiefschwarzer und kohlenstoffreicher Schiefer wird Rußschiefer genannt und ist weich und wenig beständig gegen Witterungseinflüsse.

Schiefer – schädliche Bestandteile

Schwefelkies

Beim Verwittern bildet Schwefelkies mit Kaliglimmer Alaun, mit kohlensaurem Kalk Gips. Da beide Stoffe ausgewaschen werden, kommt es zu Auflockerungen. Schwefelkies greift die Nagelung an, und bei größeren Schwefelkieskristallen bilden sich Löcher im Schiefer. Die Schwefelverbindungen können kristallisieren, besonders im Überdeckungsbereich der Dachschiefer. Folgen sind Erosion und Aussandung.

Daisy und Dachdecker

Das neue Jahr 2010 soll aus der Wirtschaftskrise führen, doch nun spielt das Wetter nicht mit. Denn die deutsche Wirtschaft fürchtet wegen des anhaltend harten Winters Einbußen in Milliardenhöhe. Der Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Volker Treier, sagte der Bild-Zeitung: “Die kalte Witterung kann uns den Einstieg ins Wachstumsjahr 2010 gehörig verhageln. Kälte und Schnee legen derzeit die Bautätigkeiten auf Eis.”

Treier warnte, dass nicht nur die Bauwirtschaft selbst von der schlechten Wetterlage betroffen sei. Das treffe neben den Bauunternehmen selbst eine Vielzahl von Branchen wie die Zulieferer von Baustoffen und Maschinen, den Gerüstbau, die Dachdecker oder auch Handel mit Innenausstattungen.

Auch eine zahlenmäßige Prognose wagte der Ökonom: “Wenn sich das Wetter nicht bald ändert, dann verlieren wir im ersten Quartal rund zwei Milliarden Euro Wertschöpfung am Bau – umgerechnet sind das rund 0,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts im ersten Quartal.“

Quelle:  Süddeutsche

Dachdecker brennen Halle nieder

Flammen und dichter Rauch schlugen aus dem Dach der BBZ-Sporthalle in Brake.

DER SCHADEN WIRD AUF 3,3 MILLIONEN EURO GESCHÄTZT. VERLETZT WURDE NIEMAND. FÜR 50 KLASSEN FÄLLT DER SPORTUNTERRICHT VORERST AUS.

VON FRANK JUNGBLUTH UND TORSTEN WEWER

BRAKE – Mit einem Gasbrenner wollen Mitarbeiter einer Dachdeckerfirma vereiste Fallrohre am Dach der BBZ-Großsporthalle auftauen – ein Fehler wie sich kurze Zeit später herausstellte. Rauch steigt auf, nachdem die Dachdecker mit ihrer Arbeit, ein Leck auf dem Dach abzudichten, fertig sind. Schülerinnen, die unten in der Halle Sportunterricht haben, bemerken den Qualm. Die Lehrerin schickt die Kinder sofort ins Freie, alarmiert die Feuerwehr.

Es ist 10.15 Uhr als der Alarm in der Leitstelle aufläuft. Kurze Zeit später sind rund 80 Einsatzkräfte der Ortswehren Hafenstraße, Hammelwarden und Golzwarden vor Ort. Da stehen die Flammen schon meterhoch auf dem Dach der Großsporthalle. Der Einsatz beginnt.

Eine riesige Rauchsäule schwebt zu diesem Zeitpunkt über Stadt. 1000 Schülerinnen und Schüler sind vor dem Feuer in Sicherheit gebracht worden. Polizei und Rettungsdienst stehen bereit. Die Flammen lodern weiter.

Blitzschnell breitet sich der Brand durch Lüftungsschächte überall in der Halle aus. Als Stadtbrandmeister Harald Ludwig vor Ort eintrifft, sieht er schnell: „Die Halle ist nicht mehr zu retten.“ Jetzt gilt es, zu verhindern, dass die Flammen auf die Halle nebenan und das Blockheizkraftwerk in der Nähe übergreifen.

Unter schwerem Atemschutz kämpfen sich die Männer der Braker Feuerwehren an das Feuer heran. Es ist jetzt kurz vor 11 Uhr. Die Halle stürzt krachend zusammen. Nur eine Seitenwand bleibt stehen.

Schulleiter Artur Post schaut fassungslos auf die Flammen. „Für uns ist das eine Katastrophe. Die Hauptschule Klippkanne zieht in wenigen Monaten hier aufs Gelände. Der Verlust der Halle heißt, dass 50 Klassen keinen Sportunterricht mehr haben können.“ Am Montag fällt der Unterricht am Standor Brake aus. Die Luft in den Gebäuden wird untersucht. In Elsfleth und Nordenham wird aber unterrichtet.

Quelle: NWZonline

Bestandteile des Dachschiefers

Schiefergestein, das als Dachschiefer verwendbar ist, enthält Kaliglimmer (Muskovit) und Magnesiumglimmer (Serizit). Dieser muss aber zudem auch noch in vernetzten, parallel laufenden Lagen enthalten sein.

Unbrauchbar dagegen machen den Schiefer grobe Beimengungen aus Kalk oder Quarzit. Die chemische Zusammensetzung des Schiefers ist nicht einheitlich, weil er an unterschiedlichen Stellen in unterschiedlichen Schichten entstanden ist.

45 – 75 % Siliciumdioxid

12 – 26 % Aluminiumoxid

18 % Eisenverbindungen (Spateisenstein, Magneteisenstein)

0,5 -4 % Magnesia

2-6% Kalium

0 – 15 % kohlensaurer Kalk

Schwefel

Kohlenstoff