Schutzfunktion des Daches

Aus der unterschiedlichen Nutzung des Dachraumes ergeben sich unterschiedliche Ansprüche an die Schutzfunktion des Daches. Eine höherwertige Bedachung ist für Häuser erforderlich, wo die Wohnräume bis unter den Dachfirst gehen. Weniger Wetterschutz benötigt ein freier Dachraum, der als Feuchtigkeitspuffer zur Verfügung steht.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen für Bewohner und Wohnräume sind: Unterspannungen, Unterdächer, Wärmedämmschichten, Dachunterlüftungen, Dachraumunterlüftungen, Dampfsperrschichten, Luftdichtheitsschichten, Deckenbekleidungen.

Dabei sind die unterschiedlichen Ebenen und Materialien mit dem Schieferdach oder Ziegeldach abzustimmen, damit die Funktionen gewährleistet sind. In Kirchhundem, Finnentrop, Plettenberg, Attendorn, Schmallenberg, Olpe, Wenden, Kreuztal, Siegen, Hilchenbach, Netphen, Erndtebrück, Bad Berleburg, Bad Laasphe, Winterberg, Eslohe, Meschede, Sundern, Arnsberg, Hemer, Iserlohn, Altona, Balve, Neuenrade, Werdohl, Lüdenscheid, Meinerzhagen, Kierspe, Freudenberg und Lennestadt berät Sie gerne der Dachdeckermeister von  Schulte Dach über Dächer, Thermografie und Energie.

Schutzfunktion des Daches

Absolute Wasserdichtigkeit haben Dachbedeckungen nicht. Vielmehr leiten sie Niederschläge auf kürzestem Weg zur Traufe. Der ausgesetzen Witterung setzen Dachziegel unterschiedliche Widerstände entgegen. Nicht jeder Dachziegel ist deshalb für jedes Bauvorhaben geeignet.

Als besonders dichte Deckung gilt der Biberschwanzziegel. Sie bieten auch gegen Schlagregen und Schneeeintrieb Schutz in der Deckfläche.

Hohlfalzziegel wie Flachdachpfannen und Falzpfannen sind ebenfalls sehr dicht, aber bei Schnee und Schlagregen bieten sie weniger Sicherheit als Biberschwanzziegel.

Formziegel

Sonderformate sind Formziegel, die auf der Ziegelpresse hergestellt werden:

G      Firstziegel und Gratziegel sowie besondere Formstücke

K      Kehlziegel mit und ohne Steg

L      Lüftungsziegel mit Tonsieb

FL   Firstanschlusslüftungsziegel

DR  Dunstrohrziegel

DK  Dunstrohr-Durchlassziegel mit Kappe

SF  Schneefangziegel

A   Antennendurchlassziegel

Glas   Glasdachpfannen

OL/OR  Ortgangziegel links/rechts

AP   Abschlussplatten

GZ   Giebelziegel (mit höherem Wetterschenkel als der Ortgangziegel)

SL/SR  Seitenanschlussziegel links/rechts

D   Doppelwulstziegel oder Doppelkremper

T   Traufziegel

TO   Trauf-Ortgang-Eckziegel (L/R)

TS   Trauf-Seitenanschluss-Eckziegel (L/R)

F    Firstanschlussziegel

FO   Firstanschluss-Ortgang-Eckziegel (L/R)

FS   Firstanschluss-Seitenanschluss-Eckziegel (L/R)

P     Pultdachziegel (oberer Abschluss)

PO  Pultdach-Ortgang-Eckziegel (L/R)

PS  Pultdach-Seitenanschluss-Eckziegel (L/R)

W   Wandanschlussziegel

WO  Wandanschluss-Ortgang-Eckziegel (L/R)

WS   Wandanschluss-Seitenanschluss-Eckziegel (L/R)

Mönch und Nonne

Ein rinnenförmiger Hohlziegel ohne Falze, der an den Seiten zum Nachbarziegel jeweils von dem konischen, halbrunden Mönch überdeckt wird, ist eine Nonne.

Der Mönch liegt mit einem Steg auf den Kopfteilen der Nonne auf, die Nonne mit einer Nase auf der Dachlatte.

Abmessungen Mönch:  11 x 40 cm, Gewicht 2,0 kg, Dachgewicht nach DIN 1055:  0,90 kN/m²

Abmessungen Nonne:  21 x 40 cm, Gewicht 2,5 kg, Dachgewicht nach DIN 1055:  0,90 kN/m²

Regeldachneigung:  40°

Großflächenziegel

Dachziegel mit Abmessungen bis 30 x 50 cm für einen Deckbedarf von 10-13 Ziegel pro Quadratmeter bezeichnet man als Großflächenziegel.

Romanokremper

Griechisch-römischen Dachziegelmodellen nachempfunden ist der Romanokremper. Er vereinigt die segmentförmigen Imbrices mit den ebenen Tegulae. Der stark geschwungene Ziegel läßt ein kräftig strukturiertes Dach entstehen. Die um den Ziegel spiralförmig geführte Verfalzung gibt der Deckung große Sicherheit.

Gewicht:  ca. 3,2 kg

Deckfläche:  20 x 34 cm

Dachgewicht nach DIN 1055:  0,55 kN/m²

Regeldachneigung:  22°

Kronenkremper

Der Kronenkremper L 12 ist eine registered trademark. Seitliche Wasserstege, die gleichzeitig den Ansatz für Wasserfalz und Krempe bilden sowie eine nach außen gewölbte, erhabene Mulde sind die Kennzeichen dieses Ziegels. Die Krempe verbreitert sich zum Ziegelfuß konisch. Sie überdeckt den sehr tief liegenden Wasserfalz, der nicht in die Mulde zurückgeführt wird. Eine dreifache Verfalzung besitzt der Kopf. Vier Verstärkungsrippen in Längsrichtung sind auf der Rückseite angeordnet.

Abmessungen:  26 x 43 cm

Gewicht:  ca. 3,3 kg

Deckfläche:  ca. 22 x 38 cm

Dachgewicht nach DIN 1055:  0,55 kN/m²

Regeldachneigung:  22°

Flachkremper

Beim Flachkremper K 21 (registered trademark) liegen Kopffalze und Wasserfalze mit der sehr flachen Mulde auf gleicher Höhe und werden am Ziegelfuß in die Mulde zurückgeführt. Die völlig überdeckende eckige Krempe diese Dachziegels schließt am Muldenrand. Vier Verstärkungsrippen sind auf der Rückseite in Längsrichtung angeordnet.

Abmessungen:  26 x 42 cm

Gewicht:  ca. 3 kg

Deckfläche:  ca. 20 x 33,5 cm

Dachgewicht nach DIN 1055:  0,55 kN/m²

Regeldachneigung:  22°

Falzpfanne

Die Falzpfanne, oder auch der Hohlfalzziegel, stellt in der Form eine verfalzte Hohlpfanne dar.  Die Seitenverfalzung liegt höher als die Mulde. sie wird auf den darunter liegenden Ziegel geführt. Durch eine übergreifende Krempe sind die Seitenfalze geschützt.

Regeldachneigung:  30°

Abmessungen, Gewicht, Deckenfläche wie Doppelmuldenfalzziegel

Neu entwickelt ist z.B. eine Vario-Falzpfanne, bei der die Kopffalze und Fußfalze verschiebbar sind. In der Höhenüberdeckung ist sie damit um mehrere Zentimeter verschiebbar.

Flachdachpfanne

Besonders tief liegt die Mulde des Ziegels. Sie ist mit der hochragenden Rundkrempe verbunden und gut ausgeformt. Der doppelte Wasserfalz ist mit dem Kopffalz direkt verbunden, wird am Ziegelfuß auf die Mulde zurückgeführt und liegt höher als die Mulde.

In die Mulde des Nachbarziegels greift der Deckfalz hinein. Besonders ausgebildet sind Kopffalze und Fußfalze; die Aufhängung erfolgt an durchgehender Nase. Wegen ihrer hochstehenden Falze ist die Flachdachpfanne besonders dicht.

Abmessungen:  26 x 42 cm

Gewicht:  etwa 3 kg

Deckfläche:  ca. 20 x 33,5 cm

Dachgewicht (DIN 1055):  0,55 kN/m²

Regeldachneigung 22°